Wie du auf die Inkontinenz bei Hunden richtig reagierst

Inkontinenz bei Hunden

Eine Blasenschwäche bei Hunden kann auf Dauer wirklich anstrengend sein. Ein Tropfen hier, ein Tropfen da und am Ende sind Kleidungsstücke, Teppische oder Textilien vollgepullert. Der scharfe Geruch von Hundeurin in der Wohnung ist nicht besonders angenehm und das ständige Gassi gehen ganz sicher auf Dauer keine Lösung. Inkontinenz (Blasnschwäche) bei Hunden kann sehr plötzlich, ohne besonderen Grund oder Vorwarnung auftreten, aber genauso schnell wieder verschwinden. Es sind nicht nur alte oder kranke Hunde davon betroffen, sondern auch junge und kerngesunde. Woher die Blasenschwäche überhaupt kommt und was du dagegen tun kannst, erfährst du in diesem Artikel.

Tipp: bei Verdacht auf Blasenentzündung, schau die bitte auch diesen Beitrag an.

Inkontinenz Hund Gegenmittel

Sofortmaßnahmen (Inkontinenz Hund)

Nicht immer muss hinter dem verlieren von Urin gleich eine Erkrankung stecken. Oftmals genügt es bereits, die Blase deines Hundes entsprechend zu unterstützen und dem Körper dabei zu helfen, sich selbst zu regulieren. Es gibt bereits zahlreiche Hilfsmittel für zu Hause, die deinem Hund helfen können:

Beispiele für Mittel gegen Blasenstörungen:


Wie genau wird Inkontinenz bei Hunden definiert?

Als Inkontinenz wird im allgemeinen ein unkontrollierter Absatz von Harn oder Kot bezeichnet. Dein Hund verliert die Fähigkeit bis zum nächsten Ausflug zu warten. Das verlieren von Urin ist das häufigere Symptom und kann im wachen oder schlafendem zustand erfolgen. Es gibt verschiedene Stufen, angefangen von ein paar Tropfen bis zur völligen Entleereung der Blase. Ausgelöst werden kann das Verlieren von Harn ohne erkennbaren Grund oder bei bestimmten Schlüsselsituationen wie zum Beispiel bei Freude, Einsamkeit oder Aufregung. Auch eine Hormonumstellung kann zur vorübergehenden Blasnschwäche führen. Hormonveränderungen können bei Läufigkeit, einem Hormonchip oder nach einer Kastration auftreten.

Typische Auslöser im Überblick:

  • hormonelle Vetänderungen ( Läufigkeit, Hormonchip, Kastration)
  • große Freude
  • Einsamkeit
  • Trotz
  • im Schlaf

Krankheitsbedingte Inkontinenz bei Hunden

Bei einer dauerhaften Blasnschwäche deines Hundes, können diverse Krankheiten zu den Symptomen beitragen. Mögliche Erkrankungen und Ursachen die einen direkten Einfluss auf die Harnfunktion haben sind zum Beispiel:

  • Medikamente
  • Entzündungen
  • Blasensteine
  • Verletzungen der Nerven (Unfall, Operation, Bandscheibenvorfall)
  • Erkrankte Nieren
  • Diabetis
  • Tumor

Tipp: Beobachte deinen Hund beim Harnlassen. Wenn du vermutest, dass dein Hund dabei Schmerzen hat, ist eine Entzündung nicht ausgeschlossen. In unserem Beitrag über Blasenentzündung erfährst du mehr. Bitte konsultiere einen Tierartzt um eine genaue Diagnose zu bekommen.


So wird eine Erkrankung der Harnwege bei deinem Hund diagnostiziert

In der Regeln wird deinem Hund eine Harnprobe entnommen. Mit Hilfe eines Ultraschallgerätes untersucht der Tierartzt dann die Blase und Harnwege auf Veränderungen der relevanten Organe. Mit einem Ultraschall wird festgestellt ob es Lageveränderungen oder Missbildungen von Organen gibt. Bei einer mikroskopischen Untersuchung wird der Harn auf Bakterien und Harnsteine untersucht und durch das Gewicht des Harns bestimmt, ob die Nieren richtig arbeiten. Die Anzahl der gelösten Teilchen im Urin und das spezifische Gewicht geben Aufschluss über mögliche Erkrankungen wie Diabetis oder Leberstörungen.

Diagnose im Überblick:

  • Entnahme von Harn
  • Ultraschalluntersuchung
  • Mikroskopische Untersuchung

Wie (karnkhafte) Inkontinenz bei Hunden behandelt wird

Die Behandlung ist abhängig von der Art der Erkrankung. Tumore werden durch Chemotherapie, Bestrahung oder einer Operation behandelt. Harnsteine können ebenfalls operativ oder mit einer steinauflösenden Diät entfernt werden. Liegt eine Entzündung vor, werden entzündungshemmende Medikamente verabreicht. Bei einem Befall von Bakterien bekommt dein Hunde ein Antibiotikum. Bei hormonollen Veränderungen können die betreffenden Hormone verabreicht werden. Wurde die Inkontinenz deines Hundes durch eine Kastration ausgelöst, sind Akupunktur, Medikamente, nervenstimulierende Therapien oder eine Operation mögliche Behandlungswege.

Behandlungsmöglichkeiten im Überblick:

  • Medikamente
  • Akupunktur
  • Operation
  • Chemotherapie
  • Antibiotika
  • Diät
  • nervenstimulierende Therapie

Wie gut stehen die Chancen auf Heilung bei einer Hunde Inkontinenz?

Blasenentzündungen und Blasensteine können in der Regel gut geheilt werden. Vorrübergehende Inkontinenz lässt sich gut mit entsprechenden Diäten oder Nahrungsergänzungen* behandeln. Sind hingegen Organe geschädigt, entscheidet meist die Operation oder der Ausgang entsprechender Therapien über den Behandlungserfolg.

*** Frühzeitig vorbeugen ***

Wir empfehlen stets die Gabe von gesundem Hundefutter und artgerechten Hundesnacks. Vermeide zu lange Pausen zwischen dem Gassi gehen. Blasnenentzündungen werden oft durch Unterkühlung verursacht. Im Winter oder bei kühlem Wetter sollten besonders empfindliche Hunde mit Hundeschuhen oder  Hundewesten* ausgestattet werden.


Fazit

Vorrübergehende Inkontinenz bei Hunden kann in den meisten Fällen gut behandelt werden. Oft können schon kleine Veränderungen im Alltag dazu beitragen, dass dein Hund davon nicht betroffen wird. Gehe ausreichend mit Ihm Gassi, vermeide Unterkühlung, sorge für gesundes Futter und einen ausgewogenen Vitalstoffhaushalt. Vermeide Trotzreaktionen oder unzureichende Aufmerksamkeit. Damit bist du bestens gegen Inkontinenz gewappnet.


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Hinweis:

Bitte beachte das der Besuch bei einem Tierarzt der erste Schritt bei gesundheitlichen Problemen mit deinem Hund sein sollte. Unsere Website stellt keine fachlich Diagnose oder tierärztliche Beratung dar. Empfohlene Produkte basieren auf subjektiven Einschätzungen von Hundebesitzern und deren Erfahrungen sowie Produktbewertungen, Bestsellerlisten und Allgemeinwissen. Bitte hol dir VOR dem Kauf und der Verabreichung der hier aufgeführten Produkte unbedingt den Rat eines Tierarztes ein!

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